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Grundlage aller Gottesdienstabläufe ist der reguläre wöchentliche Gottesdienst. Sakramentsgottesdienste, Konfirmation, Kinder- und Familiengottesdienste und Ökumenische Gottesdienste haben im Prinzip den gleichen Verlauf, sind aber durch den jeweiligen Schwerpunkt erweitert.
Lesen Sie dazu unsere Anmerkungen:

Unsere Gottesdienste finden nicht nur in Dresden, sondern auch - in größeren Abständen - in Meißen und Freiberg statt.

Reguläre Gottesdienste

„Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen“ (Matth. 18,20). Im Glauben an diese Verheißung Jesu Christi treffen sich sonn- und feiertags, 10 Uhr, die Gemeindeglieder im Kanonenhof, um miteinander den Gottesdienst zu feiern. Er ist der Mittelpunkt des Gemeindelebens. Hier kann jeder Trost und Zuspruch, Befreiung und Vergebung durch das verkündigte Wort der Heiligen Schrift erfahren und Orientierung für seinen Alltag finden.

Gemäß der Theologie unserer reformierten Glaubensväter Zwingli und Calvin nimmt die Predigt eine zentrale Stellung im gottesdienstlichen Ablauf ein. Den Predigttext kann der Pfarrer frei bestimmen, die Lesungen (alt- und neutestamentlich), Gebete und Lieder sind ihm zugeordnet. Liturgische Wechselgesänge gibt es nicht. Zugunsten des Wortes tritt auch die Musik in den Hintergrund. Sie beschränkt sich im Allgemeinen auf die Umrahmung des Gottesdienstes und auf das gemeinsame Singen der Psalmlieder und Choräle. Nur zu besonderen Anlässen, z.B. an Feiertagen, wird dem Musizieren ein größerer Raum gegeben.


   

Sakramentsgottesdienste

Taufe und Abendmahl - das sind die zwei Sakramente unseres Glaubens. Die entsprechende Feier wird im Allgemeinen in einen Gottesdienst integriert, damit die versammelte Gemeinde daran Anteil haben kann.

Für die Taufe gibt es keine Alterseingrenzung, sowohl Kinder als auch Erwachsene können sie empfangen. Auch der dafür vorgesehene Zeitpunkt im Kirchenjahr ist nicht feststehend, wie es z.B. bei der Konfirmation der Fall ist, sondern jeder Tag kann zum Tauftag werden.

Abendmahlsfeiern finden zu besonderen Anlässen statt: in der Regel zu Gründonnerstag, Karfreitag und in der Osterzeit, zu Pfingsten und zum Erntedankfest, am Ewigkeitssonntag und in der Weihnachtszeit. Ausgeteilt werden Brot und Wein (bzw. Saft) in Einzelkelchen. Kinder dürfen mit an den Tisch kommen, sie empfangen die durch den Pfarrer gereichten Gaben über die Eltern oder Paten.

 

Was sind Sakramente?

So lautet auch die Frage 66 des Heidelberger Katechismus, der Lehr- und Bekenntnisschrift der Reformierten seit dem 16. Jahrhundert. Die Antwort: „Es sind sichtbare heilige Wahrzeichen und Siegel. Gott hat sie eingesetzt, um uns durch ihren Gebrauch den Zuspruch des Evangeliums besser verständlich zu machen und zu versiegeln: dass er uns auf Grund des einmaligen Opfers Christi, am Kreuz vollbracht, Vergebung der Sünden und ewiges Leben aus Gnade schenkt.“

Zur Taufe erklärt der Heidelberger Katechismus (Frage 69): „Christus hat dieses äußerliche Wasserbad eingesetzt und dabei verheißen, dass ich so gewiss mit seinem Blut und Geist von der Unreinigkeit meiner Seele, das ist von allen meinen Sünden, reingewaschen bin, wie ich äußerlich durch das Wasser gereinigt werde, das die Unsauberkeit des Leibes hinwegnimmt.“

Zum Abendmahl wird bekannt (Frage 75): „Christus hat mir und allen Gläubigen befohlen, zu seinem Gedächtnis von dem gebrochenen Brot zu essen und von dem Kelch zu trinken. Dabei hat er verheißen: Erstens, dass sein Leib so gewiss am Kreuz geopfert und gebrochen und sein Blut für mich vergossen ist, wie ich mit Augen sehe, dass das Brot des Herrn mir gebrochen und der Kelch mir gegeben wird. Zweitens, dass er selbst meine Seele mit seinem gekreuzigten Leib und vergossenen Blut so gewiss zum ewigen Leben speist und tränkt, wie ich aus der Hand des Dieners empfange und leiblich genieße das Brot und den Kelch des Herrn, welche mir als gewisse Wahrzeichen des Leibes und Blutes Christi gegeben werden.“

Sakramente haben nach reformiertem Verständnis keine Heilswirkung in sich, sondern sind äußerliche Zeichen für das bereits am Menschen geschehene Heil durch Christus. Sie dienen der Vergewisserung des Heils für den Einzelnen.


 
Abendmahl

Konfirmation

In der Konfirmation bekennt sich der Jugendliche vor der versammelten Gemeinde in eigener, freier Entscheidung zu seiner Taufe und zu einem Leben in christlicher Verantwortlichkeit. Da zur Zeit nur wenige Jugendliche der Gemeinde angehören, findet die Konfirmation aller zwei Jahre statt, jeweils am ersten Pfingstfeiertag.

   

Kinder- und Familiengottesdienste

Auch die Jüngsten sollen sich in der Gemeinde wohlfühlen. An jedem letzten Sonntag im Monat findet der Familiengottesdienst statt, oft mit einem kleinen Anspiel zum Predigtthema. Mit viel Einfühlung in den kindlichen Gedankengang und in ihrer Anschaulichkeit für die Erwachsenen zum Schmunzeln sind die Texte erfunden und phantasiereich in Szene gesetzt. Dabei agieren auch die Kleinen munter mit. Anschließend ziehen alle in einen anderen Raum und malen oder basteln etwas zu dem Aufgeführten, und die Erwachsenen können sich in Ruhe die Predigt anhören. (Siehe auch „Kinder und Jugend“)


 

Ökumenische Gottesdienste

Zweimal im Jahr finden Gottesdienste im Rahmen ökumenischer Begegnungen statt: am Weltgebetstag der Frauen und zum Abschluss der Friedensdekade am Bußtag. Beteiligt sind reformierte, lutherische und katholische Gemeindeglieder und Pfarrer der Dresdner Innenstadtkirchen. Der Gottesdienst wird gemeinsam vorbereitet und von den Predigern der beteiligten Gemeinden mit „verteilten Rollen“ durchgeführt. Das Verbindende im Glauben an unseren Herrn Jesus Christus lässt uns die Verschiedenheiten der Glaubensauffassungen und –formen in gegenseitiger Akzeptanz tolerieren.